Information über Jersey, ideales Ziel einer Sprachreise

Jersey, gehört zu den britischen Inseln obwohl Jersey nur 30 km von Frankreich entfernt liegt. Die britische Südküste ist immerhin knapp 200 km entfernt.
Victor Hugo, der lange Zeit auf den Kanalinseln lebte, nannte diese ein Stück Frankreich, das ins Wasser gefallen sei, um dann von den Briten aufgelesen zu werden. Ein Sprachkursteilnehmer sagte einmal, auf Jersey sei man britischer als in England und dennoch ein bisschen wie in Frankreich - kurz: Jersey sei ein pikanter Cocktail. Wieder jemand sagte, die Jerseyaner seien sehr britisch und hätten die Insel mit einem Hauch Frankreich veredelt! Wie dem auch sei: Es wird ausschließlich reines Englisch gesprochen und damit ist Jersey ideal als Ziel für eine Sprachreise!

Wie kommt es zu dem Sonderstatus Jerseys ? Kurz zusammengefasst: Im Jahr 1204 musste der englische König die Normandie an Frankreich abtreten. Die Bewohner der Kanalinseln jedoch entschieden sich für die Zugehörigkeit zur britischen Krone.
Jersey gehört nun seit dem Jahr 1204 zum britischen Königshaus. Die Insel untersteht direkt der britischen Krone und nicht dem britischen Parlament. Dies bedeutetet, dass die britische Königin Staatsoberhaupt auf Jersey ist. Die Eigenständigkeit Jerseys wird auch dadurch verdeutlicht, dass die britische Königin nicht als Königin sondern als Herzogin der Normandie jerseyanisches Staatsoberhaupt ist. Auf den Geldscheinen des Jerseypfunds, der eigenen Währung der Insel, ist die Königin entsprechend ohne Königskrone abgebildet.
Aufgrund der Unabhängigkeit beschließen die Jerseyaner ihre eigenen Gesetze in einem kleinen Insel-Parlament, in dem es Repräsentanten, aber keine Parteien gibt.
Lediglich im Bereich der Außenpolitik vertritt London Jersey, gegen Honorar.
Jersey ist nicht Mitglied der Europäischen Union und hat sich zum "Steuerparadies" entwickelt. Wäre all das in Jersey eingelagerte Geld im Besitz der ca. 90.000 Einwohner, so entfielen auf jeden Einwohner soviel, dass sie bestens leben könnten und ihr Leben lang nicht mehr arbeiten müssten.

Jersey ist etwa 7 mal 14 Kilometer groß. (Dies entpricht etwa einem Drittel der Fläche unseres Sprachreise-Ziels Malta.) Insbesondere der nördliche Teil Jerseys ist ruhig und ländlich.
Landwirtschaft ist auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftszweig, der durch das milde Klima der im Golfstrom gelegenen Inselgruppe begünstigt wird. Milchwirtschaft, der Anbau von Tomaten und Kartoffeln - und sogar von Kiwis - sind wichtige Wirtschaftszweige. Die frischen Erzeugnisse der Landwirtschaft kann man in den großzügigen viktorianischen Markthallen in St. Helier bestaunen und probieren. (Jersey Royals sind übrigens keine Mitglieder der königlichen Familie; es handelt sich um die besonders schmackhaften und dicken, auf Jersey erzeugten Kartoffeln.)
Das große Angebot frischer Meeresfrüchte wird natürlich auch in dem stilvollen Ambiente des traditionellen Marktes präsentiert.

Im Süden trefft Ihr auf die geschäftige Hauptstadt St. Helier. In St. Helier verbindet sich viktorianische Eleganz mit der Geschäftigkeit einer Steueroase, deren Bedeutung rapide zunimmt. Die vornehmen Läden in St. Heliers Straßen verlocken vor allem wegen der zoll- und steuerfreien Einkaufsmöglichkeiten. Die Vielzahl der internationalen Banken sowie die Brokerhäuser und Versicherungen strahlen internationales Flair aus und ziehen Geschäftsleute aus der ganzen Welt an. Auf dem Inselflughafen herrscht daher reger Flugverkehr: Der Flughafen Jerseys gehört zu den britischen Flughäfen mit den meisten Flugbewegungen, wenngleich bei dieser Statistik wohl die hohe Zahl der Flugbewegungen durch Privatjets mitgezählt wurde.

An Jerseys Küste gibt es viele Möglichkeiten, Wassersport zu betreiben.
Zahlreiche Festungen und Burgen, die fast alle besichtigt werden können, zeugen von der bewegten Geschichte der kleinen Insel. Das imposante Elizabeth Castle, in der Bucht von St. Aubin gelegen, erreicht Ihr mit einem Amphibienfahrzeug, mit dem die Fahrt zum Castle zu einem einmaligen Erlebnis wird.
Tierliebhaber haben vielleicht schon von Jerseys Zoo gehört, der wohl mittlerweile auf der gesamten Welt dafür bekannt ist, dass man sich besonders konsequent darum bemüht, Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Der Zoo bietet den Tieren eine Umgebung an, die in hohem Maße den natürlichen Lebensbedingungen nachgebildet ist.

An der Nordküste, der Steilküste, finden sich lange Wanderwege entlang den Klippen. Ab und an kann man in kleine entlegene, romantische Buchten hinabsteigen.
Die hohe Lebensqualität auf Jersey trägt dazu bei, dass der Aufenthalt zum Erlebnis wird. Die Jerseyaner haben Interesse an den Gästen, die oft auch die Brücke zum Rest der Welt sind. Teilen möchte man das kleine Paradies jedoch nur auf Zeit. Selbst Briten dürfen sich nicht mehr dauerhaft auf Jersey ansiedeln; der Reiz der Insel ist so groß, dass sie schnell überlaufen wäre, wenn jeder, der wollte, sich dort niederlassen würde.
Die teils kilometerlangen Sandstrände der Kanalinseln werden zu den schönsten der Welt gezählt: St. Ouen’s Bay, Portelet Bay, St. Brelade's Bay, um nur einige zu nennen, haben alle ihr besonderes Flair.
Von der Inselhauptstadt St. Helier erstreckt sich ein etwa vier Kilometer langer Sandstrand bis St. Aubin, wo unsere Sprachschule nahe dem Yachthafen ansässig ist. St. Aubin ist ein kleines historisches, maritim geprägtes Fischerdörfchen.
Durch den Golfstrom ist Jersey ganzjährig sehr mild. Dadurch könnt Ihr oft schon zu Ostern schöne Strandnachmittage verbringen. Die besonders lange Sonnenscheindauer ist ein weiteres Plus.
Die Steilküste im Norden schützt die nach Süden hin flach abfallende Insel vor frischen Winden. Durch das Zusammenwirken dieser Faktoren ist es auf Jersey ganzjährig mild. Die Vegetation der Saint Brelade's Bay, die im Südwesten Jerseys liegt, ist mediterran. Jersey bietet damit auch ein Stück Mittelmeer im Ärmelkanal.
Es wird Euch sicherlich überraschen, dass Jersey als südlichste britische Insel etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Stuttgart liegt.

