Geister sind los!

Geheimnisvolles Edinburgh – Teil 1

Bei Sprachreisenden ist innerhalb Großbritanniens vor allem England sehr beliebt. Das nördlichere gelegene Schottland scheinen dabei nur wenige auf dem Schirm zu haben. Schottland ist vor allem für seine atemberaubende und weitläufige Landschaft bekannt und spricht so vor allem wanderwillige Naturliebhaber an. Dabei hat das kleine Land mit den nur etwa 5,5 Millionen Einwohnern mehr zu bieten als seine spektakulären Landschaften. Denn auch Schottlands Städte sind absolut sehenswert und für kulturinteressierte Sprachreise-Teilnehmer wärmstens zu empfehlen. 

Als Hauptstadt und zweitgrößte Stadt des Landes bietet sich vor allem das malerische Edinburgh als Reiseziel an. Die Stadt wurde rund um die „Festung auf dem Hügel“ – das Edinburgh Castle – errichtet. Edinburgh fällt vor allem durch seine Altstadt mit den ungewöhnlich hohen, mittelalterlichen Bauten, den engen Gässchen und versteckten Hinterhöfen auf. Doch ein nicht unerheblicher Teil der Altstadt ist auf den ersten Blick gar nicht zu sehen. Gut verborgen unter der Erdoberfläche findet sich eine andere Welt wieder. Ein Netzwerk aus Gassen, Tunneln, alten Häusern und Räumen bildet eine mysteriöse, unterirdische Welt, die Anlass zu allerlei (geisterhaften) Spekulationen gibt. Gepaart mit dem tief verwurzelten Aberglauben der Schotten sollte es keine Überraschung sein, dass Geistergeschichten in einer solchen Stadt allgegenwärtig sind und Edinburgh sogar als einer der heimgesuchtesten Orte der Welt gilt.

Wer sich von der unheilvollen, übernatürlichen Seite Edinburghs aber nicht abschrecken lässt und sogar Gefallen daran findet, der wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Besonders faszinierend sind die vielen underground tours, die überall auf der Royal Mile angeboten werden. Von Gruseltour bis informativer Geschichtsführung ist hier alles dabei. Wem das Ganze dann aber doch nicht ganz geheuer ist, der hat die Möglichkeit, über Tage auf Geisterjagd zu gehen. Bei einer ghost tour wird man in die dunklen Ecken des überirdischen Edinburghs geführt, in denen es vor lauter Geistern nur so wimmeln soll. Fester Bestandteil einer jeden Tour ist der Grassmarket, ein Marktplatz, auf dem früher öffentliche Hinrichtungen stattfanden. Aufgrund der dunklen Vergangenheit dieses Ortes ist es wohl nicht verwunderlich, dass Besucher der am Platz liegenden Pubs von schattenhaften Gestalten und mysteriösen Geräuschen berichten und davon überzeugt sind, dass es dort spukt.

Auch der Greyfriars Kirkyard, ein denkmalgeschützter Friedhof, auf dem der Geist des schottischen Schriftstellers Henry Mackenzie sein Unwesen treiben soll, darf auf einer richtigen Geisterführung durch die schottische Hauptstadt nicht fehlen. Aber Vorsicht: Nicht alle Geister Edinburghs sind den Lebenden wohl gesonnt. Der ein oder andere behauptet sogar, den Greyfriars Kirkyard nicht ohne Kratzer verlassen zu haben oder in einer menschenleeren Gasse geschubst worden zu sein. Tatsache oder bloße Einbildung? Davon sollten Sie sich vielleicht besser selbst ein Bild machen.

> Sprachreisen nach Edinburgh

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