Mein Urlaub in Frankreich (Sascha, 14 Jahre, 17.9.2015)

Meine Mutter hatte mich bei einer Sprachschule in Frankreich angemeldet und als ich dies erfuhr, war ich ganz aus dem Häuschen. Es war Anfang Juli und ich freute mich schon sehr auf August, denn das war der Monat, in dem meine Mutter und ich nach Nizza (Frankreich) fliegen würden. Doch zuerst hieß es einmal, abwarten und sich ein bisschen vorzubereiten. Aber als es dann soweit war, packten wir unsere Koffer und fuhren mit dem Auto von uns nach Linz, um mit dem Zug nach Wien zu düsen. In Wien angekommen, stiegen wir an der Haltestelle am Terminal 1 aus und gingen mit unserem Gepäck zum „check-in“. Wir aßen und tranken noch eine Kleinigkeit und warteten ein paar Minuten auf unser Flugzeug. Wir betraten den übergroßen Vogel und kurze Zeit darauf hoben wir vom Flughafen Wien ab. Jetzt ging es Richtung Nizza. Ich konnte es kaum noch abwarten anzukommen und obwohl ich eigentlich müde war, konnte ich nicht schlafen. Das lag wahrscheinlich daran, dass es erst 13 Uhr war, aber trotzdem war ich von der Zugreise und der Hitze ganz schläfrig geworden. Zwei Stunden später schauten wir aus dem Fenster und überblickten das schöne blaue Meer und die Landebahn, die direkt am Wasser lag. Gerade angekommen, gingen meine Mutter und ich schon unser Gepäck holen, nahmen das erstbeste Taxi und ließen uns zu unserem Appartement fahren. Wir gaben dem Taxifahrer ein ordentliches Trinkgeld und trugen die Koffer, die wir bei uns hatten, auf unser Zimmer. Anschließend sprachen wir mit dem Herren des Hauses, der mir auch Einiges über den Ablauf in der Sprachschule aufschrieb. Unsere Unterkunft in Juan les Pins hieß Aragon und es war sehr schön dort. Wir packten unsere Badesachen und gingen auf direktem Wege zum Strand. Der öffentliche Strand war zwar sehr schön, jedoch auch so überfüllt von Menschen, dass man lange suchen musste, um einen Platz ergattern zu können. Also schauten wir uns nach Liegen um, die jedoch € 20 pro Person pro Tag gekostet hätten. Das wäre uns zu teuer gewesen, da wir vorhatten, etwas länger als zwei Wochen in Frankreich zu bleiben und da wir auch jeden Tag vorhatten, am Strand baden zu gehen. Ich ärgerte mich maßlos, dass das so viel kostete und wir in der Menschenmenge sein mussten, doch meiner Mutter machte das gar nichts aus. Ganz im Gegenteil sogar. Sie liebte es, unter so vielen Leuten zu sein. So gegen sieben Uhr abends gingen wir dann wieder zurück in unser Appartement und machten uns bereit zum Abendessen. Als wir fertig waren, gingen wir zu Fuß ins Zentrum von Juan les Pins und schauten uns die Kleinstadt an. Es ist wirklich eine wunderschöne Stadt und auch das Essen, das wir uns bestellten, schmeckte sehr gut. Wir gingen wieder nach Hause und legten uns schlafen. Am nächsten Morgen begann sie endlich: die Schule. Ich war schon sehr gespannt, wie es in einer französischen Sprachschule zuging und war um acht Uhr, wie ausgemacht, beim Hoftor von unserem Appartement. Ein kleiner Bus wartete schon auf mich und die anderen Kinder bzw. Jugendlichen aus unserem Haus. Wir fuhren direkt in die Schule und dort gab es erstmal einen Einstufungstest. Ich machte ihn und wurde einer Gruppe von 13 Leuten, davon 10 Mädchen, zugewiesen. Meine Mitschüler waren sehr nett, auch wenn ich nur einen Tag mit Ihnen zusammen war. Am nächsten Tag gab es dann eine fixe Einteilung der Gruppen und ich wurde in einen Klassenraum im ersten Stock gewiesen. Dort fand ich neun Mädchen und einen Jungen vor. Zwei weitere Buben und unsere Lehrerin kamen anschließend nach. Unsere Lehrerin hieß Madame Danielle und war sehr nett. Ich hatte das Gefühl, dass ihr auch etwas daran lag, uns zu unterrichten. Früh bemerkte ich, dass sie uns forderte, jedoch auch sehr geduldig war. Wir hatten bis 12:15 Uhr Unterricht und dann gab es Mittagessen. Die Speisen, die uns beim Buffet gegeben wurden, schmeckten nicht besonders gut, aber als dann der Bus um 13:40 Uhr kam, um mich und meine Hausgenossen abzuholen, aß ich immer etwas aus unserem Kühlschrank, so wie wir um 14 Uhr zu Hause ankamen. Am Mittwoch, dem dritten Schultag hatten wir wieder einen spannenden Unterricht mit Madame Danielle und ich spielte dann nach dem Mittagessen noch mit meinen drei besten Freunden Tischtennis. Es war sehr lustig und als dann der Bus wieder kam, trennten sich unsere Wege, da wir in verschiedenen Appartements wohnten. Ich stieg aus dem Transportmittel aus und ging hinauf in unsere Wohnung. Meine Mutter hatte schon alles zusammengepackt, was wir für den Strand brauchten und so gingen wir los. Am Strand angekommen, breiteten wir unsere Handtücher aus und gingen dann sofort in das kühle, angenehme Meer. Als wir wieder raus gingen und uns auf unsere Strandtücher legten, nahm ich mein Buch aus der Tasche und las eine halbe Stunde. Dann ging ich wieder ins Wasser. So ging es bis sieben Uhr dahin. Um 19 Uhr packten wir uns dann schließlich zusammen und gingen zurück ins Ferienheim. Wir machten es uns im Zimmer gemütlich und machten uns wieder bereit zum Essen gehen. Wir gingen die Strandpromenade entlang und sahen unten direkt beim Meer ein Restaurant. Dort war es sehr nett und so gingen wir runter und setzten uns an die Tische, die im Sand platziert waren. Meine Mutter bestellte sich eine leckere Pizza und ich mir eine Mischung aus Kebab und Pizza. Es schmeckte köstlich und wir kehrten mit vollem Magen zurück in unser Appartement. Am nächsten Tag ging es wieder in die Sprachschule. Wir lernten wieder eine ganze Menge und hatten viel Spaß dabei. Es gab um 12:15 Uhr zu Mittag sogar etwas Gutes (anders wie sonst) und dann um 14 Uhr hatte ich Nachmittagsunterricht, während fast alle anderen von der Schule aus Ausflüge machten. Doch ich hatte mich nicht für Freizeitaktivitäten angemeldet und so hatte ich einen Intensivkurs Französisch. Als ich die Klasse für den Intensivkurs betrat, sah ich dort zwei deutsche Burschen und eine Deutsche. Auch eine Lehrerin, die ein bisschen Deutsch sprach, war dort, um uns zu unterrichten, und als ich mich setzte, erklärte sie uns, dass eigentlich mittwochs auch Kurs gewesen wäre, doch das hatte ich völlig vergessen, und als ich ihr das sagte, antwortete sie mir, dass das kein Problem sei und sie für mich morgen einen Privatintensivkurs vereinbaren wird. Das fand ich sehr nett von ihr und auch, wenn ihr Kurs sehr, sehr schwer war, habe ich sehr viel gelernt. Wir haben die ganzen Obstsorten und Gemüsesorten auf Französisch gelernt und das fand ich sehr spannend, da ich das noch nicht gemacht habe und ich mir trotzdem alle gemerkt habe. Nach dem Kurs um 16 Uhr kam dann ein Bus, der mich nach Hause brachte. Meine Mutter und ich fuhren nach Monaco (mit dem Zug) und schauten uns Monte Carlo an. Dort gingen wir dann auch etwas essen und fuhren dann am Abend wieder zurück nach Juan les Pins. Wir waren todmüde und schliefen sofort ein. Am Freitag, dem letzten Schultag, hatten wir am Vormittag einen netten Lehrer und nach dem Mittagessen hatte ich dann meinen Privatkurs mit einer geduldigen Frau, die jedoch viel zu viel von mit erwartete. Nach dem Kurs fuhr mich der Buschauffeur mit seinem Auto zurück in unser Appartement. Wir gingen wieder an den Strand und gegen 21:30 Uhr essen und dann noch ein bisschen shoppen. Am nächsten Tag fuhren meine Mutter und ich mit dem Zug nach Nizza, um dort einen netten Tag zu verbringen und meinen Vater abzuholen. Der Tag in Nizza war sehr nett und als wir meinen Vater abgeholt hatten, fuhren wir gleich wieder nach Nizza. Nicht mehr in das Appartement von der Schule aus, sondern in ein anderes. Am Tag darauf gingen wir an den Strand und gönnten uns endlich die längst ersehnten Liegen. Wir genossen restliche Zeit in Frankreich sehr und ich bin überglücklich über diesen tollen Urlaub und die Sprachschule war auch sehr toll, hilfreich für meine Aussprache und Vokabelwissen und ich habe neue Freunde gefunden. Das war mein Aufenthalt in Frankreich bei der Sprachschule.

 

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