Meine Sprachreise nach England

Hallo, mein Name  ist Finja Knafla, ich bin 14 Jahre alt und habe dieses Jahr vom 13.07. bis zum 27.07.16 eine Sprachreise nach England, genauer gesagt in das Cheltenham Ladies College gemacht. Alles fing damit an, dass meine Tante mich im Januar gefragt hatte, ob ich nicht Lust hätte mit meinem Cousin zusammen eine Sprachreise zu unternehmen. Daraufhin habe ich mit meinen Eltern hin- und herüberlegt und mich letztendlich dazu entscheiden. Ich war ganz froh, die Reise nicht alleine machen zu müssen, weil ich so immer noch jemanden hatte, der mir notfalls helfen könnte und es für mich auch das erste Mal war, ohne Erwachsenen ins Ausland zu fliegen. Es hat aber alles ohne Probleme geklappt. Wir waren gleich die ersten beiden Wochen da und man hat das auch teilweise gemerkt, weil es, z.B. wenn es um die Nachmittagsaktivitäten ging, manchmal ziemlich unorganisiert war. Es war z.B. so, dass die Aktivitäten, für die man sich am Vormittag eingetragen hatte, dann gar nicht stattfanden. Eigentlich gab es auch für jede Aktivität  eine begrenzte Teilnehmerzahl, doch manchmal wurde sich da nicht dran gehalten und die Aktivitäten waren dann sehr voll. Das hat mir nicht gefallen, weil es einfach keinen Spaß macht, wenn es z.B. nicht für jeden Badmintonschläger und –feld gibt. Es gab jedoch ein großes Angebot an Aktivitäten, was mir wiederum gut gefallen hat.
Jeder Tag hatte einen geregelten Ablauf (außer es stand ein Ausflug an). Morgens, nach dem Frühstück, wurde man von den Mitarbeitern (Staff) zum College gebracht, weil Unterkunft, College und Sportplatz ein bisschen voneinander entfernt lagen und man nicht alleine, also ohne Staff-Mitglied, von einem Ort zum anderen gehen durfte. Im College selber begann jeder Tag mit einem „Morning-Meeting“, wo noch einmal alles Wichtige für den jeweiligen Tag gesagt wurde. Danach ging man in seine Klasse, die nach Leistung bei einem Einstufungstest eingeteilt wurden. Meinen Unterricht fand ich meistens langweilig, weil wir oft das gleiche gemacht haben und unser Lehrer fast immer nur dieselben Leute dran genommen hat. Nach diesen zwei Stunden Unterricht (zwei Stunden Unterricht am Stück sind- meiner Meinung nach- ganz schön hart!!) hatte man eine halbe Stunde Pause. Anschließend ging man für eine Stunde Projektarbeit wieder in seine Klasse. Das Projekt dauerte eine Woche und stand immer unter einem bestimmten Thema. In der ersten Woche durften die Klassen das Thema selber auswählen und in der zweiten Woche sollte jede Klasse einen kleinen Film mit beliebigem Thema drehen. Nach dem Mittagessen trafen sich alle unten im Garten oder im Aufenthaltsraum. Von dort aus ging man dann zur ersten Aktivität (oder zu „Intensive English“, wenn man das gewählt hatte). Die erste Aktivität dauerte zwei Stunden, es gab z.B. Schwimmen, Fußball oder Tennis. Die zweite Aktivität dauerte eine Stunde, es gab z.B. Rounders (so etwas Ähnliches wie Baseball) oder Zirkeltraining.  Jeden Abend gab es eine „evening activity“, die Pflicht war. Hier gab es u.a. eine Disco oder ein Quiz. Die „evening activities“ haben aber meistens ganz viel Spaß bereitet! Abends so gegen 22:45 oder 23:00 Uhr wurde noch einmal kontrolliert, ob auch alle in ihren Zimmern waren.
Wir haben natürlich auch verschiedene Ausflüge unternommen: die Halbtagsausflüge gingen nach Stratford-up-Avon (der Geburtsstadt von Shakespeare), in das Bristol Cribbs Causeway (ein Einkaufszentrum) und in die Innenstadt von Cheltenham. Wir waren auch einen ganzen Tag in Bath und einen in London. Zuerst wurde uns in den Städten immer ein paar Sehenswürdigkeiten gezeigt und danach hatten wir zwischen einer und ein dreiviertel Stunden Freizeit. Bis auf London fand ich die Ausflüge gut, weil die Zeit zwischen Sightseeing und Freizeit ausgeglichen war. In London sind wir sehr lange durch die Stadt gelaufen sind und nur eine Stunde Freizeit hatten, was eindeutig zu kurz war.
Ich fand es zu der Zeit, zu der ich da war, schwer, Leute aus anderen Ländern kennenzulernen, weil aus fast jedem Land, das vertreten war, eine Gruppe da war und die sich dann natürlich immer auf ihrer Landessprache unterhalten haben.
Letztendlich hatte ich aber eine wunderschöne Zeit und habe meine Entscheidung nicht bereut. J

Eure Finja
Finja hat an dieser Sprachreise teilgenommen:
> Sprachreise Cheltenham

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2 Kommentare zu "Meine Sprachreise nach England"

  1. Karen

    Hallo Finja, das ist der beste Reisebericht, den ich bei Sprachreisen bisher gelesen habe – und zwar deshalb, weil man beim Lesen das Gefühl hat, dich auf deiner Reise sozusagen von Anfang bis Ende zu begleiten. Du hast Abläufe und Eindrücke so gut dargestellt, dass man einerseits am Ende sehr neugierig auf eine eigene Erfahrung wird, andererseits auch gewappnet ist für das, mit dem man sich vielleicht auch mal arrangieren muss. Einfach gelungen !!

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