Reisebericht über dreimonatige Sprachreise in Oxford

Kurz bevor ich die wunderschöne, historische Stadt Oxford nach einer dreimonatigen Sprachreise wieder verließ, hat mich meine japanische Freundin, die ich an der Sprachschule kennengelernt hatte, gefragt, wie sich meine Persönlichkeit durch den Aufenthalt in England verändert hat.
Ich fand die Frage im ersten Moment ziemlich schwierig und weiß auch nicht, ob ich sie jetzt schon vollständig beantworten kann. Manchmal erkennt man erst viel später, wie sich bestimmte Erlebnisse auf einen auswirken. Aber es war auf jeden Fall eine bereichernde Erfahrung so viele Menschen von unterschiedlichen Nationen kennen zu lernen, zum Beispiel aus Japan, Süd Korea, Italien, Spanien, usw. Ich habe festgestellt, dass ich unbedingt mein Wissen über die asiatischen Staaten auffrischen muss, mit deren Kultur ich mich zuvor eher weniger beschäftigt habe.DSC_0361Was mich auch überrascht hat, war die positive Reaktion fast aller, wenn man gesagt hat, dass man aus Deutschland kommt. Oft reagierten die Leute bewundert für den technologischen Fortschritt und den strukturierten und organisierten Aufbau Deutschlands. Sehr  häufige Erwähnung fand natürlich das Oktoberfest und das deutsche Bier.
Oxford ist eine tolle Stadt, in der das Leben immer pulsiert. Bis Juni sieht man immer wieder die Studenten in ihren auffälligen Gewändern durch die Stadt laufen. Vor der Prüfung, leicht nervös und noch mal schnell die Notizen durchlesend, während sie die Straßen überqueren. Nach dem Examen, dann in ausgelassener, manchmal angetrunkener Feierstimmung.
Mit der Besserung des Wetters, Juli ist der sonnenreichste Monat in Oxford, strömen dann Touristen und Sprachschüler aller Nationen nach Oxford und die Atmosphäre in der Stadt ändert sich von Gelehrsamkeit und Wissen in Urlaubsstimmung.
Allen, die sich für einen Aufenthalt in Oxford entscheiden, würde ich empfehlen, ein Fahrrad zu leihen. Ich hatte mich gegen ein Busticket für drei Monate entschieden, das im Übrigen teurer ist als ein Fahrrad und war sehr froh über diese Entscheidung, weil man viel unabhängiger ist. Außerdem war der Weg zur Schule durch den Park wunderschön. Die einzige Schwierigkeit, die zu bewältigen ist, ist der Linksverkehr, was anfangs schon ein abenteuerliches Experiment darstellt.
Ich war im Cavalier House (Studentenresidenz) untergebracht und über diese Entscheidung war ich sehr glücklich, da man sich oft mit Freunden in der Gemeinschaftsküche treffen konnte, was immer sehr lustig war.
Ein weiterer Vorteil ist, dass in Oxford relativ wenig deutsche Sprachschüler waren, was der Anwendung der englischen Sprache sehr gut getan hat.
In der Schule habe ich  zuerst für fünf Wochen an dem General English Course teilgenommen und dann den IELTS-Vorbereitungskurs besucht. Für mich war der IELTS-Course besser, weil hier auch die Bereiche Writing und Listening behandelt wurden, während ich in dem anderen Kurs das Gefühl hatte, dass der Fokus eher auf Speaking und Reading lag. Ich hatte 25 Stunden Unterricht pro Woche. Wenn ich die Sprachreise nochmal machen würde, würde ich nur 20 Schulstunden wählen, weil man dann nachmittags mehr Zeit hat die Stadt zu erkunden. Es gibt sehr viele herrschaftliche Colleges zu besichtigen.
Die schönste Erfahrung in Oxford war, dass ich so viele gute Freunde aus unterschiedlichen Ländern kennen gelernt habe. Dementsprechend schwer fiel mir der Abschied von Land und Leuten. Aber jetzt habe ich einen guten Grund mal nach Japan und Süd Korea zu fahren:

Ina-Maria J., dreimonatige Sprachreise in > Oxford

 

 

 

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