Sprachreise Brighton

Ich habe in den letzten Sommerferien eine zweiwöchige Sprachreise nach Brighton gemacht. Meine beste Freundin wollte ihr Englisch für die Schule verbessern und ich habe sie begleitet. Vor dem Flug am Sonntagmorgen waren wir ein bisschen aufgeregt, weil wir noch nie ohne Eltern geflogen sind, aber es hat alles sehr gut geklappt. Von London Gatwick sind wir mit dem Bus nach Brighton gefahren, wo wir den von unserer Gastmutter empfohlenen Bus zu unserer Gastfamilie genommen haben. Wir haben bei einer Frau und ihrer 17-jährigen Tochter gelebt. Beide waren sehr nett und haben uns bei den gemeinsamen Abendessen, die uns immer gut geschmeckt haben, all unsere Fragen zu England beantwortet. Ansonsten haben wir sie nicht sehr oft gesehen, weil wir immer bis zum späten Nachmittag unterwegs waren und uns dann bis zum Essen im Zimmer ausgeruht haben. Das Haus hat mir sehr gut gefallen. Es war ein typisch britisches Backsteinhaus mit einer gelben Haustür und einem bunten Wohnzimmer. In unserem Zimmer war genug Platz für zwei Betten, einen Schreibtisch, ein Regal und unsere Koffer.
Unterkunft bei der Familien während des Sprachkurses Strand in Brighton Seven SistersNachdem wir die Familie kennengelernt haben, waren wir erstmal den restlichen Sonntag und am Montag, der ein Feiertag war und somit kein Unterricht stattgefunden hat, im Zentrum von Brighton und haben die Stadt erkundet. Man kann sich dort am Strand aufhalten oder in der Hauptstraße in großen Geschäften, wie H&M shoppen gehen. Es gibt aber auch die Lanes, kleine Gässchen mit süßen bunten Läden. Das Stadtzentrum ist übersichtlich, sodass wir nicht viel Zeit gebraucht haben, um uns zurecht zu finden.
Am nächsten Tag hat die Schule begonnen. Nach einigen Einführungsreden und einem kleinen Einzelgespräch zur Einteilung in die Kurse durften wir in die Klassen. In der ersten Woche war ich im Intermediate Kurs. In General Englisch hatte ich einen coolen Lehrer namens George, bei dem ich zwar nicht besonders viel gelernt habe, dafür hat der Unterricht aber sehr viel Spaß gemacht. Meine Lehrerin in Speaking und Listening war ziemlich streng, aber dafür war der Unterricht sehr gut. Wir mussten sehr viel mit verschiedenen Klassenkameraden reden, wodurch man sich immer mehr ans Englisch-Sprechen gewöhnt hat. In der zweiten Woche war ich in einem Advanced Kurs. Dort haben wir mehr Grammatik gemacht und besprochen, wie sich Native Speaker ausdrücken. Das war ziemlich schwer, aber auch sehr interessant.
In der Pause habe ich mich mit meiner besten Freundin getroffen und wir waren in dem Pausenbereich, wo es ein gemütliches Sofa und viele Tische gibt. Draußen kann man außerdem Tischtennis spielen. Was wir sehr schade fanden, ist, dass viele der anderen Schüler deutsch waren. Deshalb haben wir in den Pausen meistens deutsch geredet.
Nach der Schule, die für uns um 13:10 Uhr geendet hat, haben wir entweder im Schulcafé, wo es leckere Sandwiches und auch warme Gerichte gab, oder in der Stadt gegessen. Anschließend waren wir an den wärmeren Tagen am Strand und bei schlechtem Wetter in Cafés und haben dort Hausaufgaben gemacht oder uns entspannt.
An dem Wochenende zwischen den beiden Wochen sind wir am Samstag zu zweit nach London gefahren. Unsere Gastmutter hat uns genau erklärt wie wir hinkommen, aber trotzdem hatten wir Probleme damit, den richtigen Zuge zu finden, da wir nur mit einem bestimmten Zugunternehmen fahren durften. In London angekommen sind wir nach Camden Town gefahren und anschließend an der Themse entlanggegangen. Ein einziger Tag in London ist zu wenig, um viel zu sehen, aber wir haben den Ausflug trotzdem genossen.
Am Sonntag sind wir mit dem Bus zu den Seven Sisters, das sind Kreidefelsen an der Küste Englands, gefahren. Die Busstation war zu Fuß etwa 30-40 min vom Meer entfernt und so haben wir eine kleine „Wanderung“ gemacht.
Nach der Schule sind wir außerdem einmal nach Lewes gefahren. Das kleine Dorf in der Nähe von Brighton wurde uns von unserer Gastmutter empfohlen, aber wir fanden es ein bisschen zu klein und nichts Besonderes zu sehen.
Es wurden auch Aktivitäten, wie zum Beispiel ein Fußballturnier, von der Schule angeboten. Die meisten haben uns aber nicht sehr angesprochen oder waren ab 18, weshalb wir mit 17 Jahren nicht teilnehmen durften. Die anderen Schüler sind oft abends weggegangen, aber wir konnten nie mit, weil man in England unter 18 nicht in Clubs und Pubs kommt. Das war sehr schade und so konnten wir abends nicht viel machen. Am vorletzten Abend wurde aber ein Pizzaessen von der Schule organisiert und da haben wir viel mit anderssprachigen Schülern geredet. Am nächsten Tag haben wir bei einer Stadtrallye mitgemacht. Diese beiden Unternehmungen waren sehr cool.
Am Tag darauf sind wir wieder nach Hause geflogen. Alles in Allem haben mir die zwei Wochen sehr viel Spaß gemacht. Die Engländer waren sehr höflich und mir gefällt das Leben dort. Zwei Wochen waren leider zu wenig, um die Sprache deutlich zu verbessern, aber ich habe die Zeit dort trotzdem genossen.

Anna hat an dieser Sprachreise teilgenommen:
> Sprachreise für Schüler nach Brighton

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